Projectmanagement like a PRO

doing better Projects

Was Projektmanager von anderen Kulturen lernen können – und warum der Blick über den Tellerrand erfolgreicher macht.

„Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung der Menschen, die die Welt nie gesehen haben.“

(Alexander von Humboldt)

Manchmal muss man mehrere tausend Kilometer reisen, um zu erkennen, was direkt vor der eigenen Haustür besser laufen könnte.

Bei mir waren es nicht zwei Wochen Urlaub mit All-inclusive-Bändchen am Handgelenk. Es sind inzwischen über 30 Monate in Südafrika, zahlreiche längere Aufenthalte in Australien, internationale Projekte auf mehreren Kontinenten und unzählige Gespräche mit Menschen, die Probleme völlig anders lösen als wir in Deutschland.

Und genau dort beginnt für mich erfolgreiches Projektmanagement. Nicht im Gantt-Diagramm. Nicht im nächsten Statusmeeting. Und schon gar nicht in einer Excel-Tabelle (obwohl ich eine Leidenschaft für Excel habe). Sondern im Verständnis dafür, dass es selten nur einen richtigen Weg gibt.

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Der größte Fehler deutscher Projektmanager?

Wir glauben häufig, dass unsere Methode automatisch die beste ist. Schließlich funktionieren unsere Prozesse scheinbar. Unsere Checklisten. Unsere Standards. Bis wir plötzlich mit Menschen aus anderen Kulturen zusammenarbeiten.

Dann merken wir schnell: Nicht alle denken wie wir. Zum Glück. Denn genau dort entstehen neue Ideen.

Südafrika hat mein Projektmanagement verändert

Seit 2017 verbringe ich jeden europäischen Winter entweder in Südafrika oder Australien. Allein in Südafrika habe ich mittlerweile über dreißig Monate gelebt. Und nein. Ich kenne das Land trotzdem längst nicht. Was ich allerdings gelernt habe: Menschen gehen dort häufig deutlich pragmatischer an Probleme heran. Wo wir Deutsche oft erst den perfekten Plan entwickeln möchten, wird dort häufig zuerst gehandelt und anschließend optimiert. Klingt chaotisch? Manchmal. Funktioniert es? Erstaunlich oft. Und genau diese Denkweise begegnet mir heute immer wieder im agilen Projektmanagement. Und trotzdem gibt es dort bereits seit seit 2014 Glasfaser Anschluss für private Haushalte. Manchmal.

Internationale Projekte brauchen mehr als Methoden

In internationalen Projekten reichen Zertifikate allein nicht aus. Wer Projektmanagement ausschließlich als Methodenkoffer versteht, wird früher oder später an kulturellen Unterschieden scheitern. Erfolgreiche Projektleiter verstehen zuerst die Menschen. Erst danach kommen Prozesse. Denn Stakeholder interessieren sich selten dafür, welches Framework Du verwendest. Sie wollen Vertrauen. Verständnis. Und Ergebnisse.

Agilität beginnt im Kopf

Mark Twain schrieb einmal: „Gegen Zielsetzung ist nichts einzuwenden, sofern man sich dadurch nicht von interessanten Umwegen abhalten lässt.“

Genau das beschreibt für mich agiles Arbeiten. Das Ziel bleibt. Der Weg darf sich ändern. Viele Unternehmen diskutieren heute über Agilität. Dabei geht es oft gar nicht um Scrum oder Kanban. Es geht um Haltung. Um die Bereitschaft, neue Wege auszuprobieren. Und manchmal eben auch darum, von anderen Kulturen zu lernen.

Warum Reisen bessere Projektleiter hervorbringen

Reisen erweitert nicht nur den Horizont. Es erweitert Entscheidungsfähigkeit. Wer erlebt hat, wie unterschiedlich Menschen Probleme lösen, entwickelt automatisch mehr Optionen für eigene Projekte. Ich nehme von jeder Reise Ideen mit. Damals als Angestellter auf meinen unzähligen Dienstreisen, heute als Selbstständiger. Manche Optionen sind klein. Andere verändern komplette Workshops oder Projektmethoden. Genau daraus entstand übrigens auch Project Management Like A Pro. Nicht als Theorie. Sondern aus der Praxis.

Mein Fazit

Die erfolgreichsten Projektmanager sind aus meiner Sicht nicht diejenigen mit den meisten Zertifikaten. Sondern diejenigen, die neugierig bleiben. Die zuhören. Die andere Perspektiven zulassen. Und den Mut haben, auch einmal einen ungewöhnlichen Weg zu gehen. Oder um es mit einem norwegischen Sprichwort zu sagen: „Nur wer umherschweift, findet neue Wege.“ Ich könnte dem kaum mehr zustimmen.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Unternehmen, die internationale Erfahrungen, kulturelle Vielfalt und moderne Projektmanagement-Methoden miteinander verbinden, verschaffen sich einen echten Wettbewerbsvorteil. Denn Innovation entsteht selten dort, wo alle gleich denken. Sondern dort, wo unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen. Genau dabei unterstütze ich Unternehmen – nicht nur in Seminaren oder Workshops, sondern direkt in laufenden Projekten. Praxisnah, international und immer mit dem Blick auf das große Ganze. Mir macht es große Freude zu sehen, wie deutsche Projekte besser werden und Menschen dabei auch noch glücklicher in ihrer Arbeit.

Du willst dazu mehr Wissen und anwenden? Dazu passt dieser Workshop sehr gut!